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Über 25 Jahre Architekturbüro Endres + Tiefenbacher

Architekturbüro Endres + Tiefenbacher – ­Das sind 15 Mitarbeiter, davon 12 Ingenieure, zusammen über 100 Jahre Berufserfahrung, viele Rollen Skizzenpapier, abgebrochene Bleistifte und vor allem Herzblut.

Seit 25 Jahren besteht das Architekturbüro mittlerweile als gemeinschaftliches Projekt. Es wurde 1971 von Ralf Endres zunächst als Einzelbüro gegründet und wird seit 1992 in Partnerschaft mit ­Harald Tiefenbacher geführt. Im Jahr 1996 trat Sebastian Endres in die Fußstapfen seines Vaters Ralf, wurde ebenfalls Teil des Teams und baute das Zweigbüro in Leipzig auf. 2002 übernahm Sebastian Endres die ­Geschäftsanteile seines Vaters, der dem Büro bis zu seinem Tod 2015 beratend zur Verfügung stand.

Das Architekturbüro arbeitet überwiegend für öffen­tliche und kirchliche Bauherren und errichtet beispielsweise Alten- und Pflegeheime, Kindergärten, Krankenhäuser, Rathäuser, Sport- und Wohnanlagen und vieles mehr. Eine von vielen Herausforderungen bei öffentlichen Baumaßnahmen ist die Verwaltungsarbeit, die im Voraus geregelt werden muss, damit das Projekt problemlos realisiert werden kann. Durch die jahrelange Arbeit in diesem Bereich können die Architekten heute auf einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit Behörden und Anträgen blicken.

Während in den 1970er und 80er Jahren noch viele Neubauten in Westdeutschland entstanden, geht es heute oftmals mehr um Generalsanierungen und Erweiterungen von bestehenden Gebäuden. Im Osten wurde gerade nach der Wende sehr viel in die Sanierung von Bauwerken gesteckt. Anders als andere Architekturbüros hatten Endres + Tiefenbacher einen Sitz direkt in Leipzig und sanierten von dort aus Bauwerke, schufen aber auch neue Gebäude, wie etwa Parkgaragen, die nach der Wende kaum vorhanden waren.

Auch heute liegt der Fokus schwerpunktmäßig auf Sanierungen, Erweiterungen, der Umsetzung von neuen Regeln zum Brandschutz oder der energetischen Sanierung. Bemerkenswert ist, dass das Architekturbüro heute gelegentlich Aufträge zur Erweiterung von Gebäuden bekommt, die noch unter der Leitung von Ralf Endres erbaut wurden. So geschehen in der Gemeinde Alsmoos-Petersdorf. Wo einst von Architekt Ralf Endres und Bauunternehmern ein Kindergarten errichtet wurde, trafen sich Jahrzehnte später die Nachkommen des Architekten und der Bauunternehmer, um eine Erweiterung des Kindergartens umzusetzen.

Eine besonders schöne Aufgabe, die das Team übernehmen durfte, war das Gesamtprojekt „Annahof“ für die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Augsburg. Eine Herausforderung war dabei der Bau einer Tiefgarage, die sich auf sieben versetzt gelegenen Ebenen unter dem gesamten Innenhof befindet. Dank präziser Planung und einer gelungenen Durchführung, wurde im „Annahof“ ein autofreier Platz geschaffen, der mittlerweile auch für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Seit mehr als 20 Jahren betreuen die Architekten auch die verschiedensten Baumaßnahmen der Evangelischen Diakonissenanstalt Augsburg. So kümmerten sie sich nicht nur um die Sanierung des „Diako“, wie das Backsteingebäude der Diakonissenanstalt in Augsburg genannt wird, sondern auch um den Neubau des nebenliegenden Ärzte­hauses. Der Neubau gefiel den Architekten gleich so gut, dass sie kurzerhand beschlossen, ihr Büro selbst dorthin zu verlegen, als Flächen im Gebäude frei wurden.

Die heutigen Büros sind großzügig und modern. Transparente Trennelemente und weiße Möbel bestimmen die Innenarchitektur. So bleibt genug Raum für Kreativität – für Farbe sorgen die Mitarbeitenden.

Ein ganzheitlicher Ansatz ist für die Geschäftsführer sehr wichtig. So werden Jung-­Architekten, die nach der Ausbildung zu Endres + Tiefenbacher kommen, nicht stur in eine Abteilung gesteckt, sondern durchlaufen alle Stationen des Architektenberufs, von der Planung bis zum Bau. Auch bei ihren Projekten setzen die Architekten diesen Ansatz um, denn der Kunde wird von der Planung über den Bau bis hin zur Mängelbeseitigung nach Fertigstellung des Gebäudes intensiv betreut. Sollten während der Bauphase Probleme entstehen, kann dies immer mit den Architekten besprochen werden.

Ralf Endres pflegte zu sagen: Die Zusammenarbeit auf einer Baustelle soll wie in einem Orchester sein. Jeder muss seinen Part beherrschen. Erst durch ein perfektes Zusammenspiel aus Architekten und den einzelnen Gewerken kann ein Gebäude entstehen, das lange Jahre bestehen bleibt und den Bewohnern oder der Öffentlichkeit dient.